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pauline schreibt, ludwig ergänzt
und hier isses, unser blog. seit vorgestern sind wir wieder zurück von unserer tour und ich wünschte, wir hätten das blog da schon gehabt. die fünf sechs tage, die wir unterwegs waren sind nun vermischt, ein bunter klumpen knete im kopf.
was es zu berichten gibt:
nachdem ich bis 7 morgens an meiner seminararbeit geschrieben hatte, sind tobi und ich nach hannover gefahren und waren zu zweit beim macht worte slam in der faust, fantastisch moderiert von egge und henning. hatten einen schönen auftritt, inklusive megafon und sprechanlagen-rückkopplungsaction. danach mussten wir feststellen, dass es gar nicht so leicht ist, am einem donnerstag um 1 uhr nachts in hannover etwas zu essen zu bekommen. döner rettete uns.
am nächsten tag stieß dann pauline zu uns.
ich habe letzte woche meinen rekord im wenig schlafen unterboten, freitag nach dem gelungenen auftritt mit ner menge weltpremieren bei den nachtbarden tanzte ich mir die waden bis in die morgenstunden krampfig während die herren von maximal und private helicopter auflegten.
und während pauline und tobi danach ihre müdigkeit wegtanzten, staunte ich beim einschlafen über die fiesen roten feuerameisen. aber gut, dass die natur immer etwas noch fieseres bereithält: die hinterfotzigen foride-fliegen, deren larven die ameisen von innen auffressen und aus ihrem kopf schlüpfen. das nur am rande.
und so fuhren wir am nächsten tag müde und froh weiter richtung marburg. nachdem ich ein bisschen rumflanieren konnte, genossen wir ein wirklich hochkarätig besetzter slam, euphorisches publikum, ein großartiges moderatoren team. dort ein großer rock and roll slam, die halbe slamily schien versammelt, wir rockten und rollten, die band als vor- und zwischenband. ich ging dann doch mal recht früh zu bette, es war morgens um 2uhr, und verbrachte die hälfte des nächsten tages im schlafanzug. der rest der band war tanzen [in marbug man tatsächlich gut tanzen gehen] oder saß in küchen, ich war zufrieden mit musik hören und bett liegen.
dann düsseldorf, poesieschlacht im zakk, der welt beste soundcheck [und asstreiner sound!], ludwig sehr stylisch über und hinter tobi und mir auf der bühne. unterwegs tragen wir inzwischen auwendig vor, uns blieb keine andere wahl, entweder tobi oder ich oder wir beide verloren die textblätter.
dann nachts noch weiter nach viersen, [tobi: ich war noch nie so nah an gladbach dran wie jetzt], in markim pause retro-haus noch reden und musik hören bis spät. tat sehr gut.
und dann endlich war es so weit: die band hatte am montag einen freien tag. wir fernsehten und planten und fuhren nach köln und kinoten den film berlin calling und wurden wunderschön umsorgt von anke fuchs und florian cieslik das wetter war seltsam warm, großstadtsommerwarm, fast.
am dienstag bummelten wir durch köln, ludwig und ich sahen uns das gerhard richter fenster im dom an, wir machten ein bandfoto an einer geheimen location [oh, freudige erwartung auf entwicklung des films!], dann gings ab zum soundcheck, auftritt bei poetry bites im zwoeins. wir spielten fast eine stunde. hach, es machte spaß, wir nahmen alles hinweise im hinblick auf körperspannung ernst. :-)
tobi und ludwig machten erfahrungen mit absinth, mir brachten sie gemische aus milch. wenn es doch nur der absinth gewesen wäre… tobi stellte mich noch seiner 55 prozentigen jugendliebe vor (wie hieß der schnaps nochmal?), barmädchen natascha schenkte uns immer neue gläser ein… es folgte der obligatorische absturz.
wir schliefen wenig, standen um 4 uhr nachts extra nochmal auf, um sebastian 23s auftritt bei tv total zu sehen, dann 7 uhr das endgültige erwachen, zug zug zug, ludwig hatte nachmittags noch uni, ich war froh um schlaf und badewanne und kabelfernsehen.